mönche in Paor

Mönche in Bhutan

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Allgemein

Etwa 10% der Bevölkerung in Bhutan lebt als Mönch oder Nonne in einem Kloster. Daher spielen Mönche und Nonnen im alltäglichen Leben eine wichtige Rolle. Sie werden von der Bevölkerung geachtet und geschätzt. Viele Kinder aus ärmeren Familien wachsen im Kloster auf und werden Mönch. Sie haben die Gelegenheit, eine umfangreiche Ausbildung zu absolvieren, müssen aber schon recht früh ihre Familie verlassen, um im Kloster zu leben. Die Ausbildung im Kloster wird fast ausschließlich vom Staat finanziert.
Die erwachsenen Mönche müssen zunächst ihre Studien beenden, dann eine Novizenzeit von drei Jahren, drei Monaten und drei Tagen absolvieren und schließlich werden sie ein vollwertiger Mönch. Sie rasieren ihre Haare, legen irdische Besitztümer ab und folgen dem asketischen Klosterleben sowie dem Zölibat. Dennoch sieht man viele Mönche mit Mobiltelefon herumlaufen. Die moderne Technik macht also auch vor den Klöstern nicht mehr halt.
Das Leben als Mönch beginnt meist mit sechs oder sieben Jahren. Das Leben besteht zu einem großen Teil aus Lernen. Auch nach der Novizenzeit lernen und lesen die Mönche sehr viel, unter anderem Mathematik, Naturwissenschaften und Englisch. Zudem gehört die Meditation zum täglichen Tagesablauf. Die Mönche tragen weinrote Gewänder.
Einige Mönche stehen in engem Kontakt mit den Menschen und besuchen Privathäuser, um Segnungen vorzunehmen oder Ratschläge zu geben. Sie führen Heirats- oder Geburtszeremonien durch, stehen Sterbenden oder Kranken bei oder kümmern sich um Tempelanlagen. An den Festivals dürfen nur Mönche die heiligen Tänze ausführen und bestimmte Instrumente spielen.

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