Wandmalerei

Wandgemälde, Thangkas und Thongrols

Allgemein

An den Wänden der Tempel sind fast überall Figuren, Buddhas, Mandalas und andere Malereien angebracht. Die Wandmalereien sind oft sehr kunstvoll und viele sind Jahrhunderte alt.
Thangkas sind buddhistische Gemälde, die meist auf Leinen, manchmal auch auf Seide gemalt werden. Man kann sie aufrollen. Sie werden in Tempeln und Klöstern an die Wände gehängt und sollen den Mönchen bei der Meditation helfen. Thangkas werden nicht signiert, denn der Künstler ist im Vergleich zum Motiv nebensächlich. Die Motive folgen sehr alten Regeln und das Malen wird als meditative Handlung verstanden.
Einige besonders alte Thangkas sind in verschiedenen Tempeln, aber auch im Nationalmuseum in Paro zu finden. Die acht bhutanischen Symbole sind abgebildet, ebenso wie Dämonen und Götter aus der buddhistischen Symbolik. Auch Buddha und historische Figuren sowie hohe Lamas sind beliebte Motive. Thangkas können auch einfach wie Mandalas aufgebaut sein und nur geometrische Figuren zeigen. Thangkas zu zeichnen gehört zur Ausbildung der Mönche. Sie lernen auch das Anrühren der Farben, die aus verschiedenen Pflanzen und Mineralien gewonnen werden.
Thangkas sind meist etwa 30-60cm groß, meist im Hochformat. Es gibt aber auch riesige Thangkas, die dann als Thongdrols bezeichnet werden. Diese werden anlässlich von Festivals an den Tempelwänden ausgerollt. Sie können bis zu 30 Meter hoch sein.